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Tag: blink-182


Hamburg

by on Aug.27, 2010, under Allgemeines, Musik

So, ich bin wieder zurück aus meinem 4 Tage Hamburg Urlaub. War ganz schön, Wetter war zwar nicht so gut, aber ich glaub ich wollte sowieso kein schönes Wetter haben. Ich werde im folgenden versuchen die Ereignisse in eine halbwegs chronologische Ordnung zu bringen. Ruhe bitte!

Los ging es am Sonntagmorgen, etwas verspätet, da Adrian keinen Sprit mehr im Tank hatte und vorsichtig die Gegend abfahren musste um eine Tankstelle zu finden die vor 8 Uhr öffnet. Nachdem er endlich tanken konnte, machte er sich so schnell wie möglich auf den Weg zu mir, holte mich ab, und so fuhren wir mit entspannten 220 Km/h durch Dörfer und Städte, um noch rechtzeitig wieder bei ihm zuhause anzukommen. Denn von dort aus brachte uns ein Freund zum Bahnhof nach Frankfurt. Wie sich heraus stellte, hätte Adrian mich gar nicht abholen müssen, da wir laut Navi eh über Ober-Ramstadt gefahren wären und man mich von dort aus ja hätte mitnehmen können.

Nachdem wir den ICE betreten hatten, suchten wir nach unseren Plätzen. Wir hatten 3 Plätze in einem 6 Personen Abteil reserviert. Es saß bereits eine Mutter mit ihren 2 Töchtern drin, und wir gesellten uns dazu. Ich glaube sie haben uns geliebt, für unsere Witze über Ausländer, Behinderte, Schwule, Genitalien und das wir uns gegenseitig beleidigt haben. Naja, zu Anfang jedenfalls haben sie noch herzhaft mitgelacht. Das Lachen verebbte dann aber etwas später. Ich habe die Leute beobachtet die am Abteil vorbei liefen, und auch über diese Leute haben wir uns lustig gemacht. Eine Frau lief wirklich 10 mal an unserem Abteil vorbei. Dann bildete sich eine Schlange vor dem Klo, welches genau neben unserem Abteil war. Ich nutzte die Gelegenheit um aus dem Abteil heraus den Arsch eines Mädchens zu fotografieren.

In Hamburg angekommen, bezogen wir unsere Hotelzimmer. Die Zimmer waren sehr schön und vorallem sauber.
Näheres kann man hier sehen:

Am Abend zogen wir uns schick an, denn wir besuchten das Musical “König der Löwen”

Das Musical war sicherlich in Ordnung, nur kann ich das nicht beurteilen, da ich noch nie eins gesehen habe, und es eigentlich auch nicht vor hatte.
Ich setzte also eine skeptische Miene auf und beobachtete das Geschehen.

Nach dem Musical gingen wir in die Hotelbar und genossen ein paar Drinks. Wir lernten dort eine ebenso nette, wie auch hübsche Barfrau kennen. Die Maria.
Wir hatten eine gute Zeit mit ihr, und sie schien uns auch zu mögen. Die Baraufenthalte waren sogar eine der schönsten und angenehmsten Sachen im Urlaub.

Am darauffolgenden Tag hatten wir ein wenig Zeit um durch die Stadt zu laufen, wir haben uns einiges angesehen und bekamen irgendwann Hunger. Wir gingen zu einem Crepestand und ließen uns ein paar Crepes machen. Ich hatte einen mit Apfelmus. Allerdings war ich nicht in der Lage diesen Crepe zu essen, da er total weich war und sich bei jeder Berührung verformte. Das endete damit, dass ich den Crepe eher vom Pappteller getrunken als gegessen habe. Zur Erfrischung gönnte ich mir eine Flasche Cola am Crepestand. Diese schmeckte jedoch äußerst merkwürdig, so dass ich das Etikett untersuchte. Auf dem Etikett stand folgendes Verfallsdatum: “03/07″ – Lecker! 3 Jahre alte Cola, warum auch nicht? Wir haben die Cola zurück gegeben und haben unser Geld wieder bekommen. Trotzdem kacke sowas.


Hamburg bei Nacht


Am Jungfernstieg

Am Dienstag war das Blink-182 Konzert. Wir fuhren hin, trennten uns dort aber. Adrian hielt sich im hinteren Teil des Platzes auf, wo die Fressbuden sind. Ich stapfte zielsicher Richtung Bühne. Hab versucht mich so weit wie möglich nach vorn zu arbeiten, aber etwa 30 Meter vor der Bühne war dann erstmal Schluss. Es spielten 2 Vorbands. All Time Low und Thrice. Während sie spielten konnte ich noch mal ein paar Meter Richtung Bühne gut machen, dann wurde es aber zu eng, und man konnte sich kaum noch bewegen. Etwa 5 Meter von mir entfernt stand ein sehr hübsches Mädchen, welches ich die ganze Zeit im Blick behielt. Hin und wieder trafen sich unsere Blicke, und suchten dann wieder das Weite. Ich versuchte näher heran zu kommen und es gelang mir auch. Sie schien sich ebenfalls in meine Richtung zu bewegen. Kurz bevor die 2. Vorband fertig war, standen wir nebeneinander. Die Bühne wurde dann für Blink-182 umgebaut und es schien eine Ewigkeit zu dauern bis sie endlich fertig waren. Doch als der erste Ton fiel, brach die Hölle los. Hunderte von Menschen um mich herum fingen an zu springen, zu schubsen und zu stoßen. Ich fiel hilflos durch die Gegend und verlor kurz das Mädchen aus den Augen. Ich musste mich sehr konzentrieren um nicht hinzufallen. Schließlich war sie wieder neben mir, und wurde genauso herum gestoßen wie ich. Ein Beschützerinstinkt rührte sich in mir und ich versuchte die Menge davon abzuhalten sie herum zu stoßen. Mit mäßigem Erfolg. Wir fielen wieder herum wie Würfel im Becher. Irgendwann packte mich die Wut darüber, dass ich vom Konzert nichts mit bekam und das Mädchen immer noch herum gestoßen wurde. Ich atmete tief ein, breitete die Arme aus, und lief rückwärts. Es gelang mir etwa 20 Leute wegzuschieben. Leider kam die Welle wenige Sekunden später schon wieder zurück geschwappt und alles begann von vorn. Ein dichter Vorhang aus Regen legte sich über den Platz, und in Sekunden waren wir alle nass bis auf die Knochen. Es wurde matschig und das erwies sich in Verbindung mit der tobenden Menge als durchaus ungünstige Kombination. Irgendwann drängte sich das Mädchen aus der Menge heraus und verschwand. Jetzt hatte ich auch keinen Grund mehr noch länger zu bleiben. Ich begann den Rückzug. Als ich an einer Absperrung angelangte, wo es etwas ruhiger war, war man so freundlich mich durch zu lassen, damit ich dem Hexenkessel entkommen konnte. Ich stand nun auf dem hinteren Teil des Platzes, hier waren wesentlich weniger Menschen. Doch ich wollte nicht mehr bleiben, so nass wie ich war. Eine SMS von Adrian erreichte mich, er teilte mir mir das er und seine Freundin jetzt gehen würden. Leider schrieb er die SMS schon vor fast einer halben Stunde, doch Dank mangeldem Handynetz in der Menge, kam sie erst in diesem Moment an. Also konnte ich nicht mehr mit ihnen zurück ins Hotel fahren. Ich verließ den Platz und sah mich an der Straße um. Ich beschloß zum nahegelegenen Novotel zu laufen und von dort aus ein Taxi zu rufen. 5 Minuten später kam das Taxi schon, und ich fuhr zurück ins Hotel. Nass.


Bild von der Bühne aus

Nach einem weiteren schönen Abend an der Bar verabschiedete ich mich von Maria, der Barfrau und ging schlafen.

Am nächsten Tag fuhren wir wieder zurück nach Hessen, und da bin ich jetzt. Wieder zuhause, aber irgendwas von mir ist in Hamburg geblieben.

Das Mädchen habe ich nicht wieder gesehen, aber ich würde gern. Sehr gern.

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