MAD-Blog

R.K.W.

by on Dez.10, 2010, under Allgemeines

Neulich auf Shultzie’s Blog:

Schultzie schrieb über einen Mann der ihm bei Twitter immer wieder

über den Weg lief. Ein Mann mit soviel Persönlichkeit, das er sie gern

mit anderen teilt. Er veranstaltet Persönlichkeitsseminare,

bietet Paartherapien an und ist, dem Namen einer seiner vielen

Webseiten zu folge, offensichtlich der Meinung:

“Frauen wollen erwachsene Männer”

 

Und eben ein solcher Mann ist Roland Kopp-Wichmann.  Ein erwachsener Mann, mit einem

Doppelnamen, bei dem selbst Werner Schulze-Erdel sein Showmaster-Jacket vor Neid

in die Ecke werfen würde. Mit dem treuen Dackelblick der einem aus seinem arroganten,

selbstgefälligen Gesicht zähflüssig entgegen schwappt, hat er sicherlich schon viele verzweifelte

Männer und Frauen verzaubert und gesagt:

“Auch du kannst mal so viel Persönlichkeit haben wie ich”

Eigentlich ging es nicht um ihn Persönlich, sondern um diesen ganz bestimmten Schlag von Twitterern,

hinter denen sich diese ominösen Erfolgscoachs, Unternehmensberater, Paartherapeuten oder eben

Persönlichkeits-Gurus verbergen. Eben jene die wahllos darauf los folgen, in der Hoffnung das man

zurück folgt, und sie einen dann mit ihrem belanglosen Mix aus Selbstbeweihräucherung

und “nützlichen Links” zu müllen können. Jene die sich einen Dreck darum scheren was bei ihren

Followern gerade passiert und die nur aus einem einzigen Grund bei Twitter sind: Selbstvermarktung.

Wir (die Netzgemeinde) sind “not amused” über solch egoistisches Pack und die Dreistigekeit

mit welcher dieses Pack vorgeht. Twitter ist eine Social Media Plattform, ein Mikroblogging Dienst,

welcher der Kommunikation untereinander dient und kein kostenloser Werbekanal.

 

Shultzie’s Artikel darüber findet ihr hier.

 

Zu einer persönlichen Sache wurde das ganze erst als sich besagter Doppelnamenträger

mit einem Kommentar auf Shultzie’s Blog zu Wort meldete. Dort ließ er verlauten:

 

“Sehr geehrter Herr Marcus Schultz,
was für eine Ehre, daß Sie mir und meinen Twitter-Aktivitäten einen eigenen und dann noch so ausführlichen Artikel widmen. Gibt’s keine spannenderen Themen für Sie?

Anscheinend nicht, ich will Ihren Untertitel „Gedankensalatschleuder“ jetzt mal nicht weiter deuten. Aber immerhin ist es ja einer Ihrer Beiträge mit den den meisten Kommentaren (17!) und zusätzlich 15 RT. Da kann man schon stolz sein.

Aber zur Sache. Twitter ist eine Kommunikationsplattform. Welche Art der Kommunikation dort verbreitet wird,entscheiden die Leute, die bei Twitter teilnehmen. Noch gibt es keine Bundesprüfstelle für „richtige“ und „falsche“ Tweets. Falls sowas mal eingerichtet werden sollte, können Sie sich ja bewerben.

Ich nutze Twitter als reinen Marketing-Kommunikationskanal. Dennoch verbreite ich nicht vor allem Werbetweets. Etwa 95 Prozent meiner Tweets sind nützliche Links, die ich beim Surfen entdecke und weiterverbreite. In etwa 5 Prozent meiner Tweets weise ich auf neue Artikel auf meinem Blog hin.

Dass das von vielen sehr geschätzt wird, merke ich an den vielen ReTweets und auch an den zahlreichen Follow-Friday-Empfehlungen (http://3.ly/bPxQ)

Deshalb habe ich auch etwa doppelt soviel Follower als Leute, denen ich folge. U.a. auch, weil ich immer mal wieder meine Timeline durchstöbere und Leute entfolge oder blocke. Vor allem solche, von denen ich fast nur lese, dass sie wieder auf den Bus warten, Windows abgestützt ist, sie den Schnee blöd finden, der Kaffee nicht schmeckt oder sie mir ihre geniale Methode, wie man im Internet Geld verdient, anbieten.

Sie mögen das Kommunikation nennen, was es ja auch ist, ich finde es schlicht langweilig. Solche Aussagen würde ja auch niemand zum Fenster rausrufen (das wäre analoges Twittern) aber denselben Alltagskäse bei Twitter reinstellen, ist anscheinend in Ordnung.

Also, bitte etwas weniger selbstgerecht und mich einfach blocken. Das empfehle ich auch den zahlreichen Kommentatoren. Im Unterschied zum Unkraut hilft das bei Twitter tatsächlich. Aber dann hätten Sie ja einen Thema weniger, über das Sie sich aufregen könnten.”


Daraufhin hagelte es Kommentare seitens der Leser, die Herrn Kopp-Wichmann hoffentlich zu

verstehen gaben, dass er wohl besser selbst mal ein Persönlichkeitsseminar besuchen sollte,

denn wer „Guerilla-Following“ als legitime Marketingmaßnahme sieht, hat wohl genug

eigene Baustellen die abgearbeitet werden sollten, bevor man in den Leben anderer herum pfuscht.


Ich denke ich habe meine Meinung und die der Netzgemeinde hiermit ausreichend vertreten.

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1 Comment for this entry

  • shultzie

    Prima geschrieben, Chris! :-)

    Leider würden die betreffenden Coaches nicht mal dann ihre Guerilla-Methoden hinterfragen, wenn alle deutschen Twitterati einen betreffenden Blogpost hierzu verfassen würden! Denn die sitzen auf solch einem hohen Ross, dass sie uns “normale” Twitterer ja nur als Abschaum betrachen, als banale Marktschreier, die auch noch die Frechheit besitzen, am Sockel der erhabenen Marketingexperten zu kratzen…

    In diesem Sinne: ich hasse Schnee!!! :-D

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